Acetaldehyd-Abbau
Bei 1 ppm Acetaldehyd, 50 % relativer Luftfeuchtigkeit und definierten UV-A-Prüfbedingungen wurden bei der unbedruckten TitanProtect®-Probe 0,39 ppm Abbau gemessen.
Quellen, Belastung und Möglichkeiten zur Reduktion flüchtiger organischer Verbindungen in Innenräumen.
VOC können aus Möbeln, Farben, Bodenbelägen, Klebstoffen, Reinigungsprodukten und weiteren Materialien in die Raumluft gelangen. Entscheidend ist nicht allein, dass VOC vorhanden sind, sondern welche Stoffe in welcher Konzentration auftreten.
VOC steht für „Volatile Organic Compounds“ – flüchtige organische Verbindungen. Dazu gehören zahlreiche organische Stoffe, die gas- oder dampfförmig in der Luft vorkommen können, etwa bestimmte Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren.
Die Bezeichnung VOC allein sagt noch nicht, ob eine konkrete Raumluftsituation gesundheitlich relevant ist.
Was bedeutet TVOC? TVOC („Total Volatile Organic Compounds“) ist ein zusammenfassender Parameter für die VOC-Gesamtbelastung. Er kann einen ersten Hinweis geben, zeigt aber nicht, welche Einzelstoffe vorhanden sind und erlaubt allein keine gesundheitliche Bewertung.
Viele alltägliche Materialien und Produkte können flüchtige Verbindungen freisetzen.
Möbel, Holzwerkstoffe, Bodenbeläge, Teppiche und weitere Materialien der Innenausstattung.
Farben, Lacke, Klebstoffe, Dichtstoffe und andere Bau- oder Heimwerkerprodukte.
Reinigungs- und Pflegeprodukte, Duftstoffe, Hobbyprodukte und weitere nutzungsbedingte Quellen.
Kann man VOC riechen? Manchmal, aber nicht zuverlässig. Kein auffälliger Geruch bedeutet nicht automatisch, dass keine VOC vorhanden sind – und ein Geruch allein beweist keine gesundheitlich problematische Konzentration.
Ist Formaldehyd ein VOC? Formaldehyd wird häufig im Zusammenhang mit VOC diskutiert, aufgrund seiner hohen Flüchtigkeit fachlich aber den sehr flüchtigen organischen Verbindungen (VVOC) zugeordnet. Für die Innenraumluft bleibt es ein relevanter Einzelstoff.
Nicht jeder VOC ist automatisch gesundheitsschädlich. Entscheidend sind der konkrete Stoff, seine Konzentration sowie Dauer und Häufigkeit der Exposition.
Je nach Stoff und Konzentration können bei erhöhten Belastungen beispielsweise Geruchsbelästigungen, Reizungen von Augen, Schleimhäuten und Atemwegen sowie unspezifische Beschwerden auftreten. Solche Beschwerden können jedoch zahlreiche andere Ursachen haben und erlauben allein keinen Rückschluss auf eine VOC-Belastung.
Ein TVOC-Wert allein ersetzt die Betrachtung gesundheitlich relevanter Einzelstoffe nicht.
Entscheidend ist, was ein Messsystem tatsächlich erfassen kann und in welchem Konzentrationsbereich es arbeitet.
Ein zusammengefasster Wert kann Veränderungen anzeigen, identifiziert aber nicht automatisch einzelne Verbindungen.
VISOPUR® setzt bei der Untersuchung der Raumluft auf empfindliche Messverfahren, mit denen auch geringe Konzentrationen im ppb-Bereich erfasst werden können.
Sollen einzelne chemische Verbindungen eindeutig identifiziert und quantifiziert werden, kann eine weitergehende analytische Laboruntersuchung erforderlich sein.
Nicht nur messen, sondern verstehen. Mögliche Quellen, Nutzung, Luftaustausch, Raumgröße und Messwerte sollten gemeinsam betrachtet werden.
Emissionsarme Materialien können den Eintrag reduzieren. Eine eindeutig identifizierte auffällige Quelle sollte nach Möglichkeit entfernt, ausgetauscht oder behandelt werden.
Lüften senkt die Konzentration. Gibt ein Material kontinuierlich Stoffe ab, können sich nach dem Schließen der Fenster erneut VOC anreichern.
Bei länger bestehenden oder unklaren Belastungen gehören mögliche Quellen, Nutzung, Luftaustausch und Messwerte zusammen.
Kann eine Quelle nicht vollständig beseitigt werden, können je nach Stoff und Situation zusätzliche Verfahren wie Adsorption oder Photokatalyse sinnvoll sein.
Für Partikel wie Staub, Feinstaub oder Pollen. Ein reiner Partikelfilter ist nicht dafür ausgelegt, gasförmige VOC wie Partikel abzuscheiden.
Kann bestimmte gasförmige Verbindungen adsorbieren. Die Aufnahmekapazität ist begrenzt; das Material muss abhängig von Anwendung und Beladung erneuert werden.
Kann bestimmte organische Verbindungen an einer lichtaktivierten Oberfläche chemisch umsetzen und schrittweise abbauen.
In den technischen Unterlagen werden unter anderem Alkohole, Aldehyde, Ketone, Carbonsäuren und aromatische Verbindungen aufgeführt.
Werden alle Stoffe gleich schnell abgebaut? Nein. Stoff, Konzentration, Licht, Raumgröße, Luftbewegung und aktive Fläche beeinflussen die Anwendung. VISOPUR® verwendet deshalb keine pauschale Aussage wie „entfernt X Prozent aller VOC“.
Hinweis zur Prüfbezeichnung: In einzelnen Original-Prüfunterlagen wird das im VISOPUR®-Konzept eingesetzte Beschichtungssystem unter seiner technischen B2B-Produktbezeichnung „TitanProtect®“ geführt. Die Bezeichnung wird hier nur dort genannt, wo sie für die eindeutige Zuordnung eines Prüfnachweises erforderlich ist.
Für Acetaldehyd wurde die photokatalytische Aktivität von TitanProtect® am Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover untersucht.
Bei 1 ppm Acetaldehyd, 50 % relativer Luftfeuchtigkeit und definierten UV-A-Prüfbedingungen wurden bei der unbedruckten TitanProtect®-Probe 0,39 ppm Abbau gemessen.
Das Institut bewertete die Probe als sehr gut photokatalytisch aktiv beim Abbau von Acetaldehyd in der Gasphase.
Einordnung: Die Werte belegen die photokatalytische Aktivität unter definierten Laborbedingungen. Sie sind keine pauschalen Abbauraten für einen realen Innenraum.
| Mobiler Luftreiniger | VISOPUR® |
|---|---|
| separates Gerät im Raum | nutzt geeignete vorhandene Raumflächen |
| bewegt Luft typischerweise mit Ventilator | benötigt keinen Ventilator |
| kann Betriebsgeräusche verursachen | arbeitet geräuschlos |
| verursacht Stromkosten im laufenden Betrieb | die Beschichtung verursacht keine laufenden Betriebskosten |
| Filterwechsel je nach System | kein Filtermedium und kein Filterwechsel |
| behandelt die durch das Gerät geführte Luft | nutzt den Kontakt der Raumluft mit beschichteten Oberflächen |
VOC sind flüchtige organische Verbindungen, die bei Raumtemperatur aus vielen Materialien und Produkten in die Luft gelangen können. Typische Innenraumquellen sind unter anderem Bau- und Ausstattungsmaterialien, Farben, Lacke, Klebstoffe, Möbel sowie Pflege- und Reinigungsprodukte. Sinnvoll ist die Reihenfolge: vermeidbare Quellen reduzieren, emissionsarme Produkte wählen, ausreichend lüften und bei begründetem Verdacht fachlich messen bzw. bewerten lassen. VISOPUR® kann diese Maßnahmen durch photokatalytisch aktive Oberflächen ergänzen.
VOC bezeichnet einzelne Verbindungen beziehungsweise die Stoffgruppe. TVOC ist ein zusammenfassender Parameter und zeigt nicht, welche Einzelstoffe vorhanden sind.
Lüften kann die Konzentration deutlich verringern. Gibt eine Quelle kontinuierlich Stoffe ab, können sich anschließend erneut VOC anreichern.
Ein HEPA-Filter ist ein Partikelfilter. Für gasförmige VOC sind andere oder zusätzliche Verfahren erforderlich.
Bestimmte organische Verbindungen können photokatalytisch abgebaut werden. Für TitanProtect® wurde beispielsweise Acetaldehyd unabhängig untersucht.
Formaldehyd wird in den technischen Unterlagen von TitanProtect® unter den photokatalytisch abbaubaren Verbindungen aufgeführt. Daraus lässt sich keine pauschale Abbaurate für einen konkreten Raum ableiten.
Nein. VISOPUR® ist kein Partikelfilter. Für Pollen sind geeignete Filtersysteme vorgesehen.
Ein APPLIKAT-Fachpartner betrachtet mögliche Quellen, vorhandene Belastung, Nutzung, Lichtverhältnisse und geeignete Oberflächen. Auf dieser Grundlage kann beurteilt werden, ob VISOPUR® als photokatalytische Beschichtung sinnvoll eingesetzt werden kann.
APPLIKAT-Fachpartner anfragen →